G(e)nadenlos

Monsanto, ein Weltunternehmen mit stolzer Bilanz: 18.000 Mitarbeiter in 50 Ländern, Gewinn 2007 1 Mrd. Dollar. Auf seiner Homepage präsentiert sich der Konzern gern aus ethischer Sicht, die Fakten sprechen jedoch eine andere Sprache, das zeigt der gut recherchierte Dokumentarfilm „Monsanto – mit Gift und Genen“ (F/CAN/D, 2008): Mit PCB und Dioxin vergiftete der Agrarmulti einst die halbe  Weltkugel, nun macht er sich den Rest der Erde untertan, diesmal mithilfe sogenannter GVO (gentechnisch veränderter Organismen). Bereits heute hält das Unternehmen Patente auf 90 % aller angebauten GVO – und will sein Quasimonopol weiter ausbauen.

Auf dem Weg dahin werden nicht nur Gene, sondern auch Studien manipuliert, ja selbst  Zulassungsbeschränkungen skrupellos umgangen, stets zulasten der Kleinbauern – und letzten Endes auch des Verbrauchers, der bald keine Wahl mehr hat, was auf seinem Teller landet. „Die Ausbreitung der grünen Wüste, die alles zerstört, was sich ihr in den Weg stellt“, sei nicht mehr aufzuhalten, berichten z. B. Landwirte aus Südamerika über die rasende Ausbreitung der „selbstmörderischen Saat“. Das Unternehmen war, so die Filmemacher im Abspann, nicht zu einem Interview bereit. Immerhin auch eine Aussage.

Titel: Monsanto – mit Gift und Genen
Originaltitel: Le Monde selon Monsanto
Jahr: 2008
Land: Frankreich, Kanada, Deutschland
Regie: Marie-Monique Robin
Genre: Dokumentation
Im Netz:
Vertrieb: Absolut Medien

→ Dieser Beitrag erschien in zeitgeist-Ausgabe 29 (1-2009).

→ Diesen Film auf DVD erwerben


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