Die Box der Pandora

Was wäre, wenn wir uns der Konsequenzen unserer Taten (oder Nicht-Taten) schlagartig auf schmerzhafte Weise bewusst würden? Wenn wir etwa einer großen Verlockung nicht widerstehen konnten, obwohl wir im Grunde spürten, dass der Schritt, der wiederum seinen Tribut zollt, falsch war?

Dieses "transparente Gewissen" begegnet den Hauptdarstellern in Gestalt eines - im wahrsten Sinne des Wortes - durchgeknallten, zugleich aber äußerst charmanten Wissenschaftlers, der sie im Rahmen eines größer angelegten Experiments auf die Probe stellt. Bei diesem soll es u. a. darum gehen, einen zufriedenstellenden Altruismus-Koeffizienten (was für ein Wort!) zu erreichen. Unklar bleibt, für welchen Auftraggeber der skurile "Ethikbotschafter" arbeitet. Deutlich wird jedoch, dass sich selbst die sonst so Mächtigen - NSA, CIA, FBI, NASA - unterordnen müssen, ja sogar instrumentalisiert werden: ein Seitenhieb, der zumindest mir ein Schmunzeln abverlangte ...

Ab der zweiten Hälfte zieht der Streifen deutlich an. Szenisch allerdings hat Donnie-Darko-Regisseur Richard Kelly durch unnötige Kameraeinstellungen, wohl eher unabsichtlich denn absichtlich, einige "Finten" gelegt, die dem Film leider unnötige Längen verleihen.

Filmtitel: The Box – Du bist das Experiment
Originaltitel: The Box
Jahr: 2009
Land: USA
Regie Richard Kelly
Genre: Thriller
Im Netz:
Vertrieb: Highlight

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