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"Das Guttenberg-Dossier" auf Tour! Vortragsreise von Buchautorin Friederike Beck erfolgreich angelaufen

"Das Guttenberg-Dossier" auf Tour! Vortragsreise von Buchautorin Friederike Beck erfolgreich angelaufen

Die "Transatlantic-Connection" transparent gemacht: Buchautorin Friederike Beck beim gestrigen Auftaktvortrag in Stuttgart (Foto: Aktionsbündnis Direkte Demokratie)
 

Karl-Theodor zu Guttenberg ist zurück. Schneller, als es selbst ärgste Kritiker für möglich hielten. Mit neuem Image, ohne Haargel und Brille. Seither überschlagen sich die Ereignisse geradezu. Kaum wurde das Ermittlungsverfahren im Plagiatsskandal gegen Geldbuße fallengelassen, will CSU-Chef Seehofer den frisch reinkarnierten Freiherrn schon zurück in die eigenen Reihen holen.

Zur gleichen Zeit erscheint in der aktuellen ZEIT-Ausgabe ein Exklusiv-Interview mit Guttenberg, von Chefredakteur Giovanni di Lorenzo höchstpersönlich. Schlagzeile: "Mein ungeheuerlicher Fehler". Der vor acht Monaten Zurückgetretene wirkt dabei beinahe geläutert, wenn, ja wenn man es nicht besser zu deuten wüsste. Der Stern meint: "Mal langsam, Herr Plagiator!" Auch im Handelsblatt traut man der Sache nicht und spricht von der Operation "Gutten-Back".

Plant der Ex-Verteidigungsminister tatsächlich eine derart rasche Rückkehr in die bundesdeutsche Politik, auf das Versagen des Kurzzeitgedächtnis der meisten Mitbürger hoffend?

Vermutlich schon, zumal der "Young Leader Alumnus" durch seinen "Wegzug" an die US-Ostküste seine ohnehin schon blendenden Kontakte zu anderen Transatlantikern vertiefen konnte, was überaus karriereförderlich gewesen sein dürfte. Denn die "Top-Eliten" in Politik, Wirtschaft und den Medien sind bestens, oder in der Sprache zu Guttenbergs: ungeheuerlich vernetzt, wie es die investigative Journalistin Friederike Beck in ihrem intensiv recherchierten Buch "Das Guttenberg-Dossier" spannend aufzeigt. Das im Juli erschienene Taschenbuch, von den Mainstreammedien geflissentlich ignoriert, liegt mittlerweile in der 3. Auflage vor.

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Guttenberg, so Beck, sei allerdings kein Einzelfall, sondern lediglich ein besonders treffendes Beispiel transatlantischer Einflussnahme auf deutsche Nachwuchskräfte. Auch andere Politiker, die sich hierzulande in Spitzenämtern befinden, wie etwa Philipp Rösler, Angela Merkel oder auch Christian Wulff, hätten sogenannte Young-Leader-Schulungen ("Programmings") an US-amerikanischen Einrichtungen, wie z. B. der Atlantik-Brücke oder dem Aspen-Institut, durchlaufen.

Gestern abend fand in Stuttgart die erste einer ganzen Reihe von Lesungen statt, welche Friederike Beck quer durch Deutschland und das angrenzende Ausland führt. Im Vortrag ermöglichte die Autorin den zahlreichen Zuhörern einen Blick hinter die Kulissen respektive Fassaden der "Transatlantic-Connection" und benannte wesentliche Protagonisten. Ein anderer Schwerpunkt ihres aufklärerischen Referats bildet die Frage, inwieweit diese geschlossenen Netzwerke eine Gefährdung für unsere demokratische Grundordnung darstellen.

Die nächsten Vorträge und Lesungen:

  • 24.11.2011 in Offingen (bei Günzburg/Ulm)
  • 25.11.2011 in München
  • 25.01.2012 in Rielasingen (Bodensee)
  • 26.01.2012 in Mainz
  • 23.02.2012 in Wiesbaden
  • 25.02.2012 in Worms
  • 26.02.2012 in Albig (bei Alzey)
  • 12.04.2012 in Berlin (Friedrichshain)
  • 26.04.2012 in Darmstadt
  • 27.04.2012 in Würzburg
  • 28.04.2012 in Regen (Niederbayern)

(Termine zuletzt aktualisiert am 25. April 2012)

Näheres zu diesen und weiteren Veranstaltungen gibt es unter www.zeitgeist-online.de/vortraege-guttenberg-dossier oder www.guttenberg-dossier.de.


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