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Wolfgang Effenberger, Reuven Moskovitz: Deutsche und Juden vor 1939


Buchcover in hoher Auflösung

Titel: Deutsche und Juden vor 1939
Untertitel: Stationen und Zeugnisse einer schwierigen Beziehung
Autoren: Wolfgang Effenberger, Reuven Moskovitz
Genre: Sachbuch
Umschlag: Gebunden (mit Schutzumschlag und Lesebändchen)
Seiten: 640, über 100 Abb.
Format: 17 x 24 cm
Erschienen:   20. September 2013
ISBN: 978-3-943007-04-6
Preis: 39,80 €

Kurzbeschreibung des Buchinhalts:

Die meisten Publikationen, die sich des Schicksals der Juden in Deutschland annehmen, haben primär den Zeitraum zwischen 1939 und 1945 im Blickfeld. Dieses Buch ist anders: Es setzt weit früher an und widmet sich vornehmlich der Frage nach der Entstehung des deutsch-jüdischen Dilemmas.

Die beiden Autoren, ein Deutscher und ein Jude, begaben sich dazu auf Spurensuche, legten frühe gemeinsame Wurzeln frei und entdeckten über die Jahrhunderte viel Verbindendes, aber auch so manches, das trennte. Alles in allem aber – und das wird hier besonders deutlich – war es ein Weg der Symbiose, der wechselseitigen fruchtbaren Ergänzung, was zahlreiche Errungenschaften und Auszeichnungen in Wissenschaft, Kunst und Politik dokumentieren.

Um die Wende vom 19. ins 20. Jahrhundert waren Juden in Deutschland weitestgehend assimiliert – sie fühlten sich voll und ganz als Deutsche. Das ungewöhnliche Autorengespann, stets um Sachlichkeit bemüht, belegt dies anhand vielerlei Quellen und Zeugnisse. Einzigartig wird die Zusammenstellung durch zeitgeschichtliche Kommentierungen jüdischer Zeitungen und Zeitschriften von 1850 bis zu ihrem Verbot 1938, welche im Anhang einzeln porträtiert werden.

Zugleich ist das vorliegende Werk eine Gesellschaftsstudie, die anhand historischer Entwicklungen aufzeigt, wie schleichend sich totalitäre Ideologien entfalten, warum Hass, Hetze und Radikalismus, gleich welcher Couleur, stets ins Verderben führen.

Klappentext:

Deutsche und Juden vor 1939: Der gemeinsame Gang durch die Jahrhunderte war keineswegs nur von Vorurteilen, von Ausgrenzung und Vernichtung gekennzeichnet, sondern auch – und das wird häufig vergessen – von gegenseitiger Bewunderung und Befruchtung großer Dichter und Denker, Nobelpreisträger und Staatsmänner. Das Buch dokumentiert diese tief greifende Symbiose samt Augenmerk auf „geschichtlichen Randnotizen“, welche nicht selten entscheidende Hinweise für das Gesamtverständnis liefern.

Weniger bekannt ist beispielsweise, dass …

  • viele deutsche Juden patriotisch dachten und es als ihre Pflicht ansahen, sich im Ersten Weltkrieg freiwillig zum Militärdienst zu melden.
  • die Mehrheit der jüdischen Bevölkerung in Deutschland zugewanderten „Ostjuden“ skeptisch bis ablehnend gegenüberstand.
  • ein von den Briten gegründetes Hochkomitee bereits 1907 plante, einen „Fremdkörper“ in die arabischen Länder zu pflanzen, „um die Vereinigung ihrer Flügel zu verhindern“; stattdessen sollten sie sich „in niemals endenden Kriegen erschöpfen“.
  • nur ein winziger Prozentsatz der Juden in Deutschland sich für Sozialismus und Kommunismus begeistern konnte, gleichwohl Karl Marx wie auch Kurt Eisner Juden waren.
  • in Russland 1915 die jüdische sozialistische Republik Birobidschan entstand und bis heute autonom existiert.
  • der moderne Antisemitismus hierzulande erst nach der gescheiterten Revolution im Freistaat Bayern 1919/20 seinen Anfang nahm.
  • ab Sommer 1938 Zionisten und Nationalsozialisten heimlich hinsichtlich einer illegalen Einwanderung nach Palästina kooperierten.
  • viele bedeutende Literaten – darunter auch jüdische – noch 1933 meinten, Hitler sei ein vorübergehendes Phänomen.

Deutsche und Juden in diesem Buch (Auswahl):

Martin Luther • Heinrich Heine • Karl Marx • Wilhelm Emmanuel von Ketteler • Ferdinand Lassalle • Friedrich Nietzsche • Theodor Herzl • Otto von Bismarck • Kaiser Wilhelm II. • Kurt Eisner • Walther Rathenau • Victor Klemperer • Wilhelm Reich • Lion Feuchtwanger • Helene Mayer • Arthur Koestler • Bischof von Galen • Hannah Arendt und viele mehr

Über die Autoren:

Der aus Rumänien stammende und in Jerusalem sesshafte Historiker Reuven Moskovitz (geb. 1928) ist Holocaustüberlebender. Seine Versöhnungsarbeit zwischen Juden und Palästinensern wurde mit mehreren Friedenspreisen gewürdigt. Wolfgang Effenberger (geb. 1946) ist freier Publizist mit Schwerpunkt Geopolitik. Er lebt am Starnberger See. Mit ihrem ersten Gemeinschaftswerk möchten die beiden Autoren dazu beitragen, dass die Geschichte Europas nie wieder in repressive Gewässer mündet.

Erste Stimmen zum Buch:

„Es gibt einen tiefen Einblick in den historischen und atmosphärischen Hintergrund des kulturellen und politischen Lebens in Deutschland und konzentriert sich dabei auf die spezifischen Bedingungen, unter denen Deutsche und Juden zu verschiedenen Zeiten lebten. Dabei wird der Bogen gespannt von der Zeit Karl des Großen über die Reformation, das 18. und 19. Jahrhundert bis zum Zivilisationsbruch 1939.“
(Dr. Evelin Kroschel-Lobodda in der Fachzeitschrift „Gestalttherapie“, Ausgabe 2/2013)

„Neben der Fülle an Fakten imponiert der 100 Seiten starke Anhang, in dem neben sämtlichen Quellenangaben auch sämtliche Gesetzesänderungen zur Diskriminierung der Juden in den Jahren 1933 bis 1944 aufgelistet sind.“
(„Münchner Merkur“ vom 12. Nov. 2013)

"Sehr verehrter, lieber Herr Effenberger, (... Ihr Mitautor Reuven Moskovitz) hat mir mit dem Buch etwas gesagt, das schon meiner Kindheit Freude und Inhalt gegeben hat. Nämlich, dass er selbst Hoffnung gehabt, dass für Deutschland und Juda eine segensreiche Großwendung für die Welt erfolgen kann und wird. Dass Sie beide es gewagt haben, dieses heikelste Thema der Welt anzupacken, natürlich ohne das Echo einer sklavenhaften Kritik, kann ich nur fassungslos bewundern. Ohne Versöhnung kann es keine Zukunft geben. (...)“
(Anneliese Munzinger, 91 Jahre, in einem Brief an Wolfgang Effenberger, 1. Dez. 2013)

„Mitautor ist der 85-jährige Holocaust-Überlebende Reuven Moskovitz aus Jerusalem, der sich als ,säkulärer Jude' versteht. Im (...) von ihm verfassten Vorwort erkennt Moskovitz bei den Deutschen eine ,tief sitzende Schuldidentität', der eine ,Opferidenitität der meisten Juden' gegenüberstehe. Diese deutsche ,Schuldidentität' hätte ,zu vielen Missverständnissen' sowie ,zu einer politischen Blindheit' gegenüber der israelischen Politik geführt.“
(Dorothee Hermann im „Schwäbischen Tagblatt“, 10. März 2014)

„Die beiden Autoren ergänzen sich hervorragend bei der Zusammenstellung der verschiedenen Epochen und Aspekte in der Geschichte der Juden in der Gesellschaft in Mitteleuropa ... Wer sich mit dem Thema ,Juden und Deutschland' beschäftigt, wird an diesem Buch kaum vorbeikommen.
(Eduard Werner in „Der Fels“, Heft April 2014)

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